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Kräutertee-Mischungen selber machen

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Frische Kräuter sind das A und O für eine aromatische Küche. Ich liebe es, mit frischen Kräutern zu kochen und damit meine Rezepte zu verfeinern. Am Ende des Sommers sind in meinem Garten meistens noch jede Menge Kräuter, die darauf warten, geerntet zu werden. Bevor die Nächte kälter werden und die Kräuter von dem ersten Frost überfallen werden, ernte ich alle restlichen Kräuter und verarbeite sie so, dass sie auch danach noch in meiner Küche als Gewürze Verwendung finden. Schnittlauch und Liebstöckel schneide ich klein und friere es portionsweise ein. Die gefrorenen Kräuter können zum Beispiel für Eintöpfe oder Suppen verwendet werden. Aus dem restlichen Basilikum mache ich meistens ein Basilikumpesto. Mit reichlich Öl ist es abgefüllt in einem sterilen Glas auch längere Zeit haltbar. Salbei und Minze ernte ich für einen selbst gemachten Kräutertee. Die Kräuter werden dafür getrocknet und sind so lange haltbar. In dem heissen Teewasser entfalten die getrockneten Kräuter auch Monate nach der Ernte noch ihr volles Aroma.

 

In den heimischen Gärten gibt es einige Kräuter und Heilkräuter, die sich zum Trocknen für einen selbst gemachten Kräutertee hervorragend eigenen.

Diese Kräuter befinden sich in vielen Gärten und eigenen sich perfekt für einen selbst gemachten Kräutertee:

  • Minze (z. B. Marokkanische Minze oder Pfefferminze)
  • Kamille
  • Salbei
  • Thymian
  • Jiaogulan
  • Zitronenverbene
  • Holunderblüten
  • Zitronenmelisse
  • Ringelblume
  • Lavendel

Bei Kamille, Ringelblumen, Holunder und Lavendel liegt der Fokus auf der Blüte, welche voller Aromen steckt. Neben den klassischen Gartenkräutern gibt es auch viele Wildkräuter, die sich wunderbar trocknen lassen. Brennnessel, Spitzwegerich und Gundermann sind zum Beispiel tolle Wildkräuter für einen Kräutertee.

Damit das Trocknen der Kräuter ein voller Erfolg wird, sollten auch bei der Ernte ein paar Dinge beachtet werden. Bei der Ernte ist insbesondere der richtige Zeitpunkt von Bedeutung. Das Aroma der Kräuter ist am intensivsten vor der Blütezeit.

Die Kräuter sollten bei der Ernte trocken sein. Ein optimaler Zeitpunkt für die Ernte ist nach ein paar regenfreien Tagen. Sollten die Kräuter durch Regen feucht sein, ist die Gefahr grösser, dass sich beim trocknen Schimmel bildet.

Die häufigste Methode zum Trocknen von Kräutern ist das Lufttrocknen. Dazu werden die Kräuter in kleine Bündel zusammengebunden und an einem trockenen Ort aufgehängt. Idealerweise ist die Raumtemperatur zwischen 20 und 30 Grad und hat eine niedrige Luftfeuchtigkeit. Auf diesem Weg können die Kräuter schonend getrocknet werden und das Aroma der Kräuter bleibt erhalten.

Mein Tipp: Die Kräuterbündel können mit einem Haushaltsgummi zusammengebunden werden. Das geht schnell und beschädigt nicht den Stiel der Kräuter. Für das Aufhängen kann zum Beispiel etwas Garn verwendet werden.

Wenn die Kräuter vollständig getrocknet sind, können die getrockneten Kräuterbündel oder die einzelnen Blätter in Papiertüten an einem trockenen Ort gelagert werden.

Für deinen individuellen Tee kannst du die verschiedenen Kräuter einzeln zu einem Tee zubereiten oder verschiedene Kräuter kombinieren. Da einige Kräuter auch eine bestimmte Wirkung auf den Körper haben und als Heilkräuter bekannt sind, lohnt es sich, über die vorhandenen Kräuter etwas zu recherchieren. Während Minze zum Beispiel eine erfrischende Wirkung hat, hilft Kamille bei Schlaflosigkeit.

Wichtig: Bei Krankheiten, während der Schwangerschaft und während dem Stillen, sollte besonders darauf geachtet werden, ob die ausgewählten Kräuter ohne Bedenken verwendet werden können.

Neben der Wirkung ist für eine gute Teemischung auch der Geschmack sehr wichtig.

Mein Tipp: einfach probieren! Geschmäcker sind verschieden, weshalb ich dir empfehle, mit verschiedenen Teekräutern zu experimentieren. Am besten bereitest du dir verschiedene Kombinationen zu und notierst dir die verwendeten Kräuter und das Mischverhältnis. Mit einer Küchenwaage kannst du das Verhältnis deiner Kräutermischung genau messen. Bereite dir die verschiedenen Mischungen als Tee zu und finde so deine liebsten Teesorten, die du dann in einer grösseren Menge mischen kannst und als deinen Lieblingstee lagern kannst.

Wichtig für die perfekte Mischung sind die Wirkung und dein ganz persönlicher Geschmack. Damit dir deine individuelle Kräutermischung gelingt, habe ich noch ein paar allgemeine Tipps für deinen selbst gemachten Kräutertee:

Ein grosser Kräutergarten ist verlockend und lädt dazu ein, eine Teemischung zu machen, die aus der ganzen Vielfalt deines Gartens besteht. Wie so oft im Leben gilt auch bei Kräutertee: Weniger ist mehr. Für eine ausgewogene Kräuterteemischung reichen bereits 2-4 Kräuter. Als Daumenregel gilt, dass ein guter Kräutertee maximal 7 verschiedene Kräuter enthalten sollte.

Für einen runden Geschmack empfiehlt es sich, eine Basis (Kaiserkraut) festzulegen, die geschmacklich dominiert und auch die Wirkungsrichtung definiert. Du kannst zum Beispiel Marokkanische Minze als Basiskraut festlegen und die erfrischenden Aromen der Marokkanische Minze mit fruchtigen Aromen kombinieren, wie zum Beispiel Zitronenverbene. Das ergänzende Kraut unterstütz den Geschmack und die Wirkung des Hauptkrauts und wird als Begleitmittel oder auch Ministerkraut bezeichnet. Damit das Hauptkraut dominiert, sollte es im Mischverhältnis den grössten Anteil haben.

Oft werden Kräutertees noch mit einem zusätzlichen Füllmittel gemischt. Dafür wird meistens ein Kraut als ergänzende Zutat verwendet, welches in der Wirkung und im Geschmack etwas neutraler ist. Das Füllmittel hat oftmals auch den Zweck, die Optik deines Kräutertees zu verbessern. Besonders schön finde ich Rosenblätter als Füllmittel für meine Kräutertees.

Dieses Jahr besteht meine liebste Teemischung aus getrockneter Minze, Salbei und Rosenblüten. Dafür mische ich Salbei als Basiskraut mit Minze als Begleitmittel und gebe etwas Rosenblütenblätter als Füllmittel dazu. Die Rosenblüten sind besonders optisch ein Highlight.

Für die rosige Salbei-Minz-Mischung empfehle ich folgendes Mischverhältnis:

4 Teile Salbei

2 Teile Minze

1 Teil Rose

Pro Tasse Tee verwende ich ca. 1 Teelöffel der Teemischung und lasse den Tee für ca. 6 Minuten ziehen.

Für das perfekte Geschmackserlebnis solltest du beim Zubereiten deines Kräutertees auf die Wassertemperatur und die Ziehzeit achten. Je nach Kräutermischung liegt die Ziehzeit bei einem Kräutertee zwischen 5 und 8 Minuten. Damit die Aromastoffe nicht durch die Hitze beschädigt werden, sollte das Wasser nicht zu heiss sein und maximal 95 Grad haben. Nach dem Aufkochen des Teewassers solltest du das Wasser etwas abkühlen lassen, bevor es über die Kräutermischung gegossen wird. Beim Zubereiten deines Kräutertees kannst du zusätzlich noch frischen Ingwer mit in das heisse Wasser geben. Der Ingwer sorgt für etwas Schärfe und löst ein wärmendes Gefühl aus.

Getrocknete Kräuter lassen sich auch als individuelles Geschenk verpacken. Die Kräuterbündel sind zum Beispiel eine tolle Dekoidee für die Küche. Besonders Lavendel ist optisch auch im getrockneten Zustand ein Hingucker.

Selbst gemachter Kräutertee lässt sich in Gläsern oder Teedosen schön verpacken und wird so zur individuellen Geschenkidee für Teeliebhaber.

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